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Radio MA 2018/II: WDR2 übernimmt wieder das Ruder, Rock-Sender haben gut lachen

Gewinne und Verluste: SWR3 legt sehr deutlich zu, 1Live bleibt fast ohne Veränderungen. Neu in der Top10-Liste ist Niedersachsens ffn, das seine Reichweite fast um ein Viertel ausbaut.

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Nielsen I: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen, Bremen:
Der größte Gewinner
Das kleine delta radio kann sich über eine 50-prozentige Steigerung seiner Hörerzahl freuen, was in absoluten Zahlen eine Verbesserung von 36.000 auf 54.000 in der durchschnittlichen Stunde von Montag bis Freitag bedeutet. Damit setzt der Kanal seinen Siegeszug fort und hat gegenüber der zweiten Marktanalyse 2017 seine Hörerzahl quasi verdoppeln können (damals nur 28.000). In absoluten Zahlen allerdings muten diese Werte eher putzig im Vergleich zu den 81.000 Hörern an, die radio ffn als einer der größten Vertreter im Norden alleine hat dazu gewinnen können. Mit 426.000 Konsumenten pro Stunde liegt man nun deutlich vor Antenne Niedersachsen, dass im Gegenzug an Boden verlor und nur noch 310.000 Interessenten pro Stunde vorweisen kann. Zuletzt hatten sich beide Sender verbessert, Antenne Niedersachsen aber deutlicher als radio ffn (7,7 gegenüber 4,6 Prozent).

Der größte Verlierer
Einmal mehr Stoff für die platte Floskel "Wie gewonnen, so zerronnen" bietet das Abschneiden des Klassik-Radios. Nachdem man beim letzten Mal saftig um 17.000 Hörer hatte zulegen können, gingen diesmal wieder 15.000 verloren, sodass man unterm Strich nun mehr wieder bei beinahe identischen 44.000 Interessenten pro durchschnittlicher Stunde liegt wie vor einem Jahr. In absoluten Zahlen hingegen ging es für R.SH Radio Schleswig-Holstein am dramatischsten bergab, statt 269.000 stehen nun nur noch 223.000 Hörer zu Buche. Und im Unterschied zum Klassik-Radio wurde hier nicht bloß der vorherige Status quo wiederhergestellt, denn bei der vergangenen Untersuchung hatte man bereits lediglich Stagnation vorzuweisen.

Der Marktführer
Ohne jedes Wenn und Aber dominiert NDR 2 den Norden auch weiterhin. Mit 815.000 Hörern ist der Kanal fast doppelt so stark unterwegs wie der Zweitplatzierte und muss sich auch keine Sorgen ob eines Hörerschwundes machen. Zwar ging es im Vergleich zur letzten Analyse minimalst bergab (-0,4 Prozent), im März hatte man allerdings ein Plus von zwei Prozent zu verzeichnen. Beamen wir uns zwei Jahre zurück in die Vergangenheit, steht sogar ein signifikantes Plus auf dem Papier: Bei der zweiten Markterhebung 2016 war NDR 2 nämlich nur auf 771.000 Hörer gekommen.

Das knappste Rennen
Spannend war im Norden vor allem die Tatsache, dass das Fernduell zwischen Radio 21 und Bremen Eins diesmal gar nicht mal so knapp war. Während nämlich ersterer Sender deutlich auf 117.000 Hörer zulegte und damit ein Plus von mehr als elf Prozent verbuchte, musste letztere Radiostation mehr als zehn Prozent seiner Hörer ziehen lassen und sich mit nur noch fünfstelligen 98.000 Hörern begnügen. Allerdings hatte Bremen Eins bei der letzten Erhebung auch ein klares Plus von fast 15 Prozent verzeichnet, weshalb der Rückfall zwar bitter, aber verschmerzbar sein dürfte.

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11.07.2018 11:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/102238
Manuel Weis, Manuel Nunez Sanchez, Fabian Riedner

super
schade

87 %
13 %

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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
Sentinel2003
11.07.2018 13:43 Uhr 1
Wie nur kann so ein DudelSender wie 104.6 RTL soviel Hörer dazu gewinnen?? Ist mir echt zu hoch!!
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