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WM im Zweiten: Fast 14 Millionen sehen Belgiens knappen Triumph

Der Viertelfinalauftakt der Fußball-WM ließ den Gegenprogrammen am Nachmittag und Abend mal wieder keine Chance. Zumindest das Abendspiel stand den Werten von 2014 in nichts nach.

So liefen die ersten Viertelfinalspiele der vergangenen WM

Im Rahmen der Fußball-WM 2014 in Brasilien bestritt Deutschland am 4. Juli ab 18 Uhr das erste Viertelfinalspiel gegen Frankreich. Die Übertragung im Ersten lockte damals 26,25 Millionen Menschen an, was 85,0 Prozent aller Fernsehenden in Deutschland entsprach. Beim jungen Publikum entstanden sogar 87,3 Prozent. Das zweite Viertelfinalspiel startete noch am gleichen Tag um 22 Uhr. Als Brasiliena uf Kolumbien traf, sahen 13,98 Millionen Mensche zu. So resultierten Quoten von 58,5 respektive 60,3 Prozent.
Dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aus dem Turnier ausgeschieden ist, verhindert neue Quotenrekorde im Zuge der K.O.-Spiele der diesjährigen WM nach der Gruppenphase - so viel lässt sich wohl schon sagen. Demnach kamen die zwei ersten Viertelfinalbegegnungen am Freitag auch quotentechnisch nicht an das Deutschlandspiel vor vier Jahren gegen Frankreich heran (siehe Info-Box). Mit Uruguay gegen Frankreich startete um 16 Uhr im ZDF dennoch eine auf dem Papier äußerst attraktive Partie, die letztlich 8,81 Millionen Zuschauer ab drei Jahren anlockte.

Insgesamt entsprach diese Reichweite 55,3 Prozent. Aus der Altersgruppe zwischen 14 und 49 Jahren schalteten derweil 2,43 Millionen Personen zur Live-Übertragung und bewirkten damit in ihrer Altersgruppe 53,4 Prozent. Interessant: Im Anschluss des souveränen Erfolgs der Franzosen gastierte der in die Kritik geratene Manager der DFB-Elf Oliver Bierhoff im Studio von Oliver Welke und Oliver Kahn, wo er sich deren Fragen stellte. Im Schnitt 4,62 Millionen Zuschauer blieben dafür dran, 1,45 Millionen stammten aus der jungen Altersgruppe. So ergaben sich insgesamt 26,7 Prozent und 28,0 Prozent beim jungen Publikum.

Im Abendspiel trafen ab 20 Uhr schließlich mit Brasilien und Belgien ebenfalls zwei favorisierte Teams aufeinander, auch hier ergaben sich demnach großartige Sehbeteiligungen. Der Gesamtmarktanteil des knappen Belgien-Siegs belief sich auf 48,5 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen standen letztlich 52,9 Prozent zu Buche. Insgesamt erreichte der Live-Sport in der Primetime 13,99 Millionen Menschen und damit etwa genauso viele wie das zweite Viertelfinalspiel am Abend vor vier Jahren in Brasilien. Unter den Zuschauern waren 4,87 Millionen jüngere Menschen vertreten. Diese großartigen Zahlen beeinträchtigten die Leistung der Gegenprogramme enorm.
© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
07.07.2018 08:49 Uhr Kurz-URL: qmde.de/102155
Timo Nöthling

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Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
Sentinel2003
08.07.2018 14:24 Uhr 3
jepp, ich selbst und noch viele andere ebenso.... :mrgreen: 8)
second-k
09.07.2018 00:22 Uhr 4
Ich bin auch so einer :mrgreen:

Woher kommt diese Abneigung? Mein Gefühl ist, dass das im Zuge der WM 2006 in Deutschland entstanden ist oder sich jedenfalls verfestigt hat: Nach meiner Erinnenrung traten die Brasilianer damals als amtierender Weltmeister recht arrogant auf (mehr noch als die deutsche Mannschaft in diesem Jahr) und wurschtelten sich - unter anderem gegen Ghana, die als Außenseiter viele Sympathien hatten - bis ins Viertelfinale.

Da war dann gegen Frankreich Schluss, das war ja eben das Spiel, von dem im Artikel zum Spiel Russland-Kroatien steht, dass es immer noch die höchste Viertelfinal-Quote ohne deutsche Beteiligung seit dieser WM hält...
P-Joker
09.07.2018 00:52 Uhr 5
Im Fall der jetzigen WM liegt es wohl am ehesten an 2 Dingen:

1. Man hält in der Regel eben dem Außenseiter die Daumen
2. Wenn schon die eigene Mannschaft nicht mehr dabei ist, schlägt man sich auf die Seite
der sympathischsten Truppe, oder der mit dem schönsten Fußball.
Und zumindest letzteres trifft ja auf Belgien zu. :D
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