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Ideen der Bundesländer: ARD/ZDF könnten entschlackt werden

Zudem sehen die Ideen vor, dass sich die beiden öffentlich-rechtlichen Sender vor allem auf drei Themengebiete konzentrieren.

Wie könnte der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland in den kommenden Jahren aussehen und wie sich entwickeln? An Zukunftsvisionen arbeiten dieser Tage sechs Bundesländer – Bayern, Baden-Württemberg, Schlewsig-Holstein, Hamburg und Sachsen. Das Portal Medienkorrespondenz hat nun über einen recht konkreten Vorschlag aus den sechs Bundesländern berichtet, auf dessen Grundlage nun weitere Überlegungen und Beratungen angestrebt werden.

Alle Vorschläge wurden auch unter dem Gesichtspunkt erarbeitet, dass ARD und ZDF weiter sparen sollen. Ziel der Politik ist schließlich, den Rundfunkbeitrag nicht weiter einfach so aufzublähen. Konkret heißt es in dem Vorschlag, dass er künftig gemäß der allgemeinen Inflation steigen soll, allerdings nicht ausgehend von 17,50 Euro als Grundlage, sondern von 17,20 Euro.

Gemäß der Idee sollen die Sender der ARD und das ZDF darauf festgelegt werden, sich vor allem um drei Bereiche zu kümmern: Information, Kultur und Bildung. Die Sparten Sport und Unterhaltung werden nicht erwähnt, würden vermutlich also geschwächt werden. Darüber hinaus wird zumindest vorsichtig angeregt, sich auf weniger Sender zu konzentrieren. Konkret ist die ARD demzufolge nur noch verpflichtet Das Erste und die Dritten Programme zu betreiben, das ZDF muss nur noch sein Hauptprogramm stemmen. Obendrein müssen beide auch Arte betreiben.

Heißt auch: Der KiKa etwa wäre keine Pflichtveranstaltung mehr – ebenso wenig wie tagesschau24, ZDFneo, ZDFinfo, One oder sogar der Ereigniskanal Phoenix, der besonders viele Stunden direkt aus dem Bundestag berichtet. Das genaue Konzept wird Mitte kommender Woche auf der anstehenden Sitzung der Rundfunkkommission der Länder genauer vorgestellt.
08.06.2018 07:50 Uhr Kurz-URL: qmde.de/101500
Manuel Weis

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